Opernabende in Verona 2025

Am 19. August des Jahres 1913 wurden auf Betreiben des aus Verona gebürtigen Tenors Giovanni Zenatello die Opernfestspiele in der aus der römischen Kaiserzeit stammenden Arena mit einer Freilichtaufführung der Oper Aida begründet, um den 100. Geburtstag Giuseppe Verdis zu würdigen. Dieses im 1. Jahrhundert nach Christus errichtete Amphitheater ist mit seinen Ausmaßen von 140 x 100 Metern das besterhaltene der antiken Welt und hatte ursprünglich ein Fassungsvermögen von 30.000 Menschen. Seit seiner Wiederverwendung als Freilichttheater zählt man jährlich an ca. 50 Abenden 400.000 Zuschauer. Beim vorgesehenen Reisetermin haben Sie die Möglichkeit, sich aus 4 Meisterwerken und zwar “Nabucco”, “La Traviata”, „Carmen“ und “Aida” Ihr Wunschprogramm auszuwählen. Der Aufenthalt in dieser geschichtsträchtigen Stadt wird durch ein kulturelles Beiprogramm und durch kulinarische Genüsse für Sie bestimmt zu einem unvergeßlichen Erlebnis werden.

 

Reiseverlauf

1. Tag, Donnerstag, 10. Juli 2025
Nach der Ankunft am Flughafen in Verona erfolgt der Transfer zum 4*-Hotel „Accademia“ mitten im historischen Zentrum von Verona und in nur 200 Meter Entfernung zur Arena.

Der Nachmittag soll einer ersten Fühlungnahme mit der Stadt Romeos und Julias dienen, in der man auf Schritt und Tritt Zeugnissen ihrer 2.000-jährigen ständigen Besiedlung begegnet. Das Stadtraster ist römischer Prägung, und außer der Arena sind noch viele Zeugnisse der römischen Kaiserzeit erhalten. Prächtig sind die Paläste und Kirchen aus dem Mittelalter, in welchem Verona erst selbständige Gemeinde und dann Herrschaftssitz der Skaliger war. Das Castelvecchio, die Piazza dei Signori, die Piazza delle Erbe und die Skaligergräber künden davon.

Am Abend besteht die Möglichkeit zum Besuch einer Neuinszenierung von Giuseppe Verdis Oper „Nabucco“.

 

 

2. Tag, Freitag, 11. Juli 2025
Am Vormittag unternehmen wir einen Ausflug an den nahegelegenen Gardasee nach Sirmione, wo wir die großartigen Ruinen der Villa des Catull besuchen, die auch in ihrem heutigen Zustand Zeugnis von der Bauleidenschaft des Antiken Rom und seiner Großen ablegen. Die Geschichte der Halbinsel reicht bis ins 2. Jahrtausend v. Chr. zurück, wenngleich keine Dokumentation über die Besiedlung vor der Zeit der Römer existiert. Es wird vermutet, dass auf dieser dank ihrer einzigartigen, Schutz bietenden Form, schon sehr früh Ansiedlungen entstanden sind. Zur Zeit der Römer war die Halbinsel ein Ferienort höhergestellter Familien. Von den in dieser Zeit entstandenen drei Villen sind heute nur die „Grotten des Catull“ auf dem letzten der drei Hügel erhalten. Der Poet Gaius Valerius Catullus, der im 1. Jahrhundert v. Chr. in Rom gelebt hat, hat diesen Ort gelegentlich besucht und so der Villa ihren Namen gegeben.

Unter der Herrschaft der Langobarden, die im Jahre 568 in Oberitalien ihre Herrschaft auszubreiten begannen, entstanden verschiedene Klöster und Kirchen. Mit einem Fährschiff erreichen wir von Sirmione aus Garda und fahren zur nahen Punta San Vigilio, einem der romantischsten Plätze dieser Zone, wo wir in schönem Rahmen am Ufer des Sees unser Mittagessen einnehmen.

Abends Möglichkeit an einer Aufführung von Giuseppe Verdis Oper „La Traviata“ in der Wiederaufnahme der historischen Inszenierung aus dem Jahr 1913, dem ersten Jahr der Festspiele, teilzunehmen.

 

 

3. Tag, Samstag, 12. Juli 2025
Am Vormittag unternehmen wir einen Ausflug Richtung Mantua. Die Geburtsstadt Vergils wurde zwischen dem 14. und 18. Jh. von der Familie Gonzaga regiert, deren rapider Aufstieg der „Kunst des Krieges“ zu verdanken ist, die ihre Männer erlernten. Der Erlös der jeweiligen Kriegsbeute wurde in einen aufwendigen Lebensstil und ein ungeahntes Mäzenatentum umgesetzt, so dass am Hof dieser Familie die bedeutendsten Vertreter des italienischen Kunstschaffens jener Epoche Werke hinterlassen haben. Das waren vor allen bedeutende Architekten wie Leon Battista Alberti und Giulio Romano, welchem letzteren wir das Gesamtkunstwerk des Palazzo Tè verdanken, in dem er mit anderen Raffaelschülern auch die Dekoration der prunkvollen Privatgemächer des 1. Herzogs von Mantua gestaltet hat. Aber vor ihm wirkten hier Männer, die zu den bedeutendsten Malern Italiens im 15. Jh. zählten, wie Pisanello und Andrea Mantegna, deren Werke wir im Palazzo Ducale begegnen. Darüber hinaus besitzt die reizvolle Altstadt von Mantua bedeutende Zeugnisse vergangener Jahrhunderte.

Mittagessen in einem typischen Restaurant in Mantua.

Am Abend Möglichkeit zum Besuch einer Aufführung von Georges Bizets Oper „Carmen“.

 

4. Tag, Sonntag, 13. Juli 2025
Halbtagsausflug nach Vicenza, einer Stadt römischer Gründung, deren heutiges Aussehen dem Wirken des Andrea di Pietro – besser bekannt unter dem Namen Palladio – zu verdanken ist. Er gilt wohl als größter Architekt der Renaissance und wirkte in den Hoheitsgebieten der Venezianischen Seenrepublik, für deren Patriziat er großartige Paläste, Villen und Kirchen entworfen hat. Sein Wirken ist in seiner Abhandlung der „Vier Bücher über die Architektur“ dokumentiert.

Auf unserem Programm stehen ein Besuch des Teatro Olimpico, welches heute noch das Bühnenbild der Einweihungsvorstellung besitzt, bei welcher der „Oedipus“ von Sophokles aufgeführt wurde; dann die „Basilica“ und verschiedene Adelspaläste der Altstadt, sowie die Villa „La Rotanda“, sein am römischen Pantheon inspiriertes Werk.

Von Palladios Arbeiten abgesehen, besuchen wir auch die erst aus dem 17. Jh. stammende Villa Valmarana, in deren Räumen Vater und Sohn Tiepolo großartige Fresken hinterlassen haben, die zur selben Zeit entstanden sind, als diese venezianischen Künstler auch in der Residenz in Würzburg wirkten. Die hier dargestellten Themen sind vor allem Programm-Malereien, die sich auf bedeutende Werke der Literatur der Antike und der Renaisancezeit beziehen.

Am Abend besteht die Möglichkeit zum Besuch einer Aufführung von Giuseppe Verdis Oper „Aida“.

 

5. Tag, Montag, 14. Juli 2025
Am heutigen Vormittag unternehmen wir noch weitere Spaziergänge in Verona, bei welchen wir das schönste romanische Bauwerk der Stadt und eines der bedeutendsten Oberitaliens, die Kirche von San Zeno, sowie die großartigen Holzintarsien des Giovanni von Verona im Chorgestühl und in der Sakristei der Kirche von Santa Maria in Organo kennenlernen.

Außerdem wollen wir dem vor wenigen Jahren neugeordneten, über den Ruinen des antiken römischen Theaters gelegenen, Archäologischen Museum einen Besuch abstatten, in welchem bedeutende Funde aus dem antiken Stadtgebiet ausgestellt sind.

Zu gegebener Zeit Transfer zum Flughafen für den Rückreise nach Deutschland.

 

Programmänderungen bleiben aus organisatorischen Gründen vorbehalten.

 

Eingeschlossene Leistungen

  • Unterbringung im 4-Sterne Hotel „Accademia“ im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/WC;
    Einzelzimmer stehen gegen Aufpreis zur Verfügung
  • Halbpension während des gesamten Aufenthaltes
  • Alle anfallenden Eintrittsgelder lt. Programmverlauf
  • Alle Stadtbesichtigungen, Rundfahrten und Ausflüge gemäß Programmverlauf unter wissenschaftlicher Führung und Betreuung während der gesamten Reise durch Herrn Dr. Wilhelm Krammer
  • Reiseliteratur
  • Reisepreissicherung gemäß § 651 k BGB

Nicht eingeschlossen

  • Anreise nach Verona und zurück
  • Kosten für Getränke und persönliche Ausgaben
  • Trink- und Bedienungsgelder
  • Opernkarten

 

 

Reisetermin: 10.07. – 14.07.2025
Mindestteilnehmerzahl: 10 Personen
Reisepreis pro Person: auf Anfrage
Einzelzimmerzuschlag: auf Anfrage
Zuschlag Unterbringung Doppel-
zimmer zur Einzelbelegungg:
auf Anfrage

 

Hinweis: Flüge buchen wir Ihnen selbstverständlich auf Anfrage gerne hinzu!

 

 

Ihre Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um Ihre Reiseplanung:
Frau Renate Kunz
Telefon-Direktwahl: 06431-9561-15
E-Mail: rkunz@courtial-reisen.de